Schulentwicklung am LBK Lünen

Das Lippe Berufskolleg Lünen (LBK) besteht seit 1909. Bei strahlendem Sonnenschein und einem beeindruckenden Festakt wurden im September 2012 der Neubau des LBK (ca. 4,5 Mio. €) eröffnet und die komplette energetische Sanierung der bestehenden Gebäude (ca. 4 Mio. €) mit zahlreichen Gästen abgeschlossen.

Bauverein Vorstand Friedhelm Deuter, der ehemalige Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, Schulleiter Arno Franke, Landrat Michael Makiolla, Dezernent des Kreises Unna für Schulen, Bauen und Umwelt Dr. Detlef Timpe und Pro  Lünen Vorsitzender Hubert Tenberge stoßen auf das neue Gebäude an.

Schulleiter Arno Franke stellte fest: „Durch diese mutige und sinnvolle Investition des Kreises Unna in unsere Jugend und damit in unsere Zukunft werden wir auch weiterhin in die Lage versetzt, den neuesten pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden.“

Heute unterrichten 126 Lehrer/innen ca. 2250 Schüler/innen in 110 Klassen der 40 unterschiedlichen Bildungsgänge mit eigenen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen. Das LBK hat seit 1995 die Schülerzahlen um ca. 25% und das Kollegium um fast 40% vergrößert.

Das LBK versteht sich als mittelständisches Bildungsunternehmen und als Dienstleister des Nordkreises Unna.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat 2013 die Qualität unserer Arbeit einer mehrtägigen Überprüfung unterzogen. Von den 25 zu bewertenden Kriterien hat das LBK allein neunmal mit ‚vorbildlich‘ abgeschnitten. In 14 Bereichen gibt es nur noch minimale Optimierungsmöglichkeiten. Das hervorragende Ergebnis dieser Qualitätsanalyse dokumentiert, dass das LBK in vielen Bereichen auf Landesebene in der „Champions League“ spielt.

An dieser Stelle muss ein herzlicher Dank an unsere vielen externen Kooperationspartner (es bestehen über 300 Kooperationsvereinbarungen mit Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben im kaufmännischen Bereich und den vielfältigen sozialen Einrichtungen) ausgesprochen werden, denn ohne die erheblichen finanziellen, sachlichen und personellen Unterstützungen unserer Partner wären diese Erfolge und unser heutiger Leistungsstandard so nicht zu erreichen.

Insbesondere Pro Lünen e. V., der Bauverein zu Lünen, die Sparkasse Lünen, die Volksbank Selm-Bork, die Stadt Lünen, die FH Dortmund mit unserem Ansprechpartner Prof. Dr. Johannes Hofnagel, das Jobcenter Kreis Unna und die Bundesagentur für Arbeit unterstützen uns tatkräftig bei unseren Bemühungen, unsere Schüler/innen berufsreifer zu machen und ihnen somit bessere berufliche Perspektiven zu verschaffen.

Das LBK war von 2002 bis 2008 eine vom Land ausgewählte Modellschule für das Projekt „Selbstständige Schule“. Lt. Aussage unseres ehemaligen Bürgermeisters, Herrn Hans Wilhelm Stodollick, arbeitet „das LBK vorbildlich und fortschrittlich, insbesondere wenn es darum geht, neue Weg in der beruflichen Bildung zu beschreiten.“ Bestätigt wird diese Meinung durch die Aussage von Herrn Helmut Diegel, ehemaliger Regierungspräsident, dass die „Qualitätsentwicklung am LBK groß geschrieben wird und die Aktivitäten über den Tellerrand hinausreichen.“

Das LBK legt sehr viel Wert darauf, dass wir beim Lehrpersonal ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen auch auf der Führungs- bzw. Leitungsebene haben. Der Anteil der Kolleginnen beträgt mindestens 50%.

Unsere wichtigsten Zielsetzungen und damit verbundene Projekte/Maßnahmen/Förderkonzepte seien hier exemplarisch aufgelistet:

  • Auf Grund der demografischen Entwicklung und des aktuellen Fachkräftemangels müssen wir alle Anstrengungen unternehmen und alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen, damit wir auch Lernschwächere ausbildungsreif machen und ihnen somit den Einstieg in eine duale Ausbildung oder in ein Dienst- oder Arbeitsverhältnis ermöglichen.
  • Kein Schüler und keine Schülerin darf uns auf dem Weg in die Beschäftigung verloren gehen.
  • Auch schwächeren Schüler/innen müssen wir durch individuelle Beratung und Förderung berufliche Perspektiven schaffen (dies gilt auch für unsere Maßnahmen für Langzeitarbeitslose).
  • Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern sind  wir ein wichtiger und starker Teil Lünens.
  • Wir erziehen unsere Schüler/innen zu sozial denkenden, toleranten und gesundheitsbewussten Menschen.
  • Ziel ist die Weiterentwicklung unseres hohen Qualitätsniveaus (bestätigt wurde dieser Standard u. a. von Herrn Ludger Rethmann, Vorstandsvorsitzender der REMONDIS AG)
  • Eine Stärke ist das ausgezeichnete Schulklima (besondere Auszeichnung im Rahmen der Qualitätsanalyse), das sich auszeichnet durch einen wertschätzenden Umgang zwischen Kollegium und Schülerschaft in einer sicheren und gewaltfreien Schule.
  • Die Schülerschaft, das Lehrerkollegium sowie sämtliche Mitarbeiter des LBK setzen sich als ausgezeichnete „Schule ohne Rassismus“ auch weiterhin gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt ein.
  • Schrittweise und sinnvolle Umsetzung der Inklusionsbemühungen des Landes mit Hilfe einer eigenen Sonderpädagogin im Rahmen eines neu zu schaffenden „multiprofessionellen Teams“.
  • Professionalisierung unserer Integrationsarbeit unter Einbeziehung der internationalen Förderklassen für Flüchtlinge aus Krisen- bzw. Kriegsgebieten mit eigenen Förderkonzepten mit Unterstützung einer zusätzlichen Lehrkraft für Integrationsarbeit.
  • Planung, Organisation und Durchführung von Projekten zur Gesundheits- (z. B. Gesundheitstage) und Sportförderung (u. a. Schulmeisterschaften, Sportaktionstage, Trainer- und Schiedsrichterausbildung)
  • Unterstützung der Schüler/innen bei von ihnen gewünschten Aktivitäten (u. a. Kinderhospizarbeit, jährliche Blutspendeaktionen, Aktionen mit Seniorenheimen)
  • Das LBK will auch in der Zukunft in Kooperation mit dem Jobcenter und der Arbeitsloseninitiative Lünen (kurz AIL) langzeitarbeitslosen Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

Eine große Freude für uns war der Besuch unseres neuen Bürgermeisters, Herrn Jürgen Kleine-Frauns direkt nach seiner erfolgreichen Wahl im Februar 2016. Unser Bürgermeister hat uns von seiner Aufbruchstimmung und der Bereitschaft, neue Weg zu gehen, überzeugt und uns andererseits seine Unterstützung bei der Umsetzung unserer Bildungs- und Erziehungsziele zugesichert, da unsere Zielsetzungen in vielen Bereichen identisch sind. Umgekehrt stehen wir natürlich an der Seite unseres Stadtoberhauptes, wenn es u. a. darum geht, berufliche Perspektiven für benachteiligte Jugendliche zu schaffen, die große Anzahl an schulpflichtigen Flüchtlingen in das normale Schul- und Arbeitsleben zu integrieren und somit das Übergangsmanagement von der beruflichen Bildung in den Arbeitsmarkt zu optimieren.

Partner im beruflichen Bereich: Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns mit
Schulleiter Arno Franke

Dazu gehört auch die enge Kooperation des LBK mit den anderen Lüner Schulen. Ein wichtiger Schwerpunkt für Herrn Kleine-Frauns und uns ist beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit der neu strukturierten Förderschule ‚In der Geist‘, damit wir im Rahmen der Inklusion mit einem gemeinsamen und ganzheitlichen Konzept auch diesen jungen Menschen helfen, berufsreifer zu werden, damit sie in der Zukunft auch im ersten Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz erhalten können und/oder im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses für ihren eigenen Unterhalt sorgen können.

Im Januar 2014 haben das Jobcenter Kreis Unna, Pro Lünen e.V., der Kreis Unna als Schulträger des Lippe Berufskollegs und das LBK selbst im Rahmen der Initiative „Wir für Arbeit in Lünen“ eine Kooperation beschlossen, die die Region Lünen bei der Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen in den Fokus stellt. Hierzu Landrat Michael Makiolla: „Die Initiative aller Beteiligten ist gut, weil sie im Einklang steht mit dem Beschluss des Kreistags, eine Beschäftigungsoffensive zu starten.“ Im Februar 2016 trafen sich die Kooperationspartner im Berufskolleg zu einem weiteren Abstimmungsgespräch, in dem der Lüner Bürgermeister diesem Initiativkreis seine volle Unterstützung zusagte.

     

Schulleiter Arno Franke, Landrat Michael Makiolla

Die oben genannten Kooperationspartner haben auch weiterhin das gemeinsame Ziel, dass durch diesen Schulterschluss die Arbeitslosenzahlen bei  den jungen Erwachsenen unter 25 Jahren bis 2020 um die Hälfte reduziert werden.