29.06.2016 17:07

Lions-Club Lünen fördert die diesjährige Studienfahrt der gymnasialen Oberstufe nach Krakau/Auschwitz

Kategorie: Öffentlich
Gemeinsam mit der Lüner Wirtschaft ermöglicht der Lions-Club Lünen den Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe des LBK die Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau - gegen das Vergessen!

„Diejenigen, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern, sind verdammt, sie zu wiederholen“ stellte der spanisch/ amerikanischen Philosoph George Santayana fest. Dass den jungen Leuten von heute die schrecklichen Erfahrungen, die ihre Großeltern machen mussten, erspart bleiben, ist ein erklärtes Ziel des Lippe Berufskollegs. Deshalb wurde hier im Jahre 2010 das fächerübergreifende Projekt „Gegen das Vergessen- für die Zukunft“ ins Leben gerufen, zu dessen tragender Säule eine jährlich in der Jahrgangsstufe 12 der gymnasialen Oberstufe durchgeführte Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau gehört.

In diesem Jahr drohte das Projekt zusammenzubrechen, denn die Stiftung „Erinnern ermöglichen“, die bisher dieses Programm finanziell unterstützte, hat wegen fehlender Mittel die Förderung eingestellt. „Die Fahrten nach Polen sind ja keine Spaßfahrten. Sie fordern unsere Schüler geistig und psychisch. Wenn dann noch eine erhebliche finanzielle Belastung dazukommt, ist es verständlich, dass die Akzeptanz bei den jungen Leuten zurückgeht“, erklärte Schulleiter Arno Franke. Umso erfreuter konnte er in einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen mitteilen, dass sich jetzt eine zufriedenstellende Lösung abzeichnet.

Im Schulterschluss mit der Lüner Wirtschaft hat sich der Lions-Club Lünen bereit erklärt, die Finanzierungslücke von etwa 6.000 € zu schließen, wobei dieses finanzielle Entgegenkommen auch mit körperlichem Einsatz verbunden sein wird. Die Mitglieder Dr. Jörg Bärmig, Dirk Lange, Dr. Felix Prinz und Ulrich Walter wollen das Geld durch ihre Teilnahme am 24-Stunden Sponsoring Radrennen auf dem Nürburgring erkämpfen. Am Nachmittag des 30. Juli gehen sie auf die 25 Kilometer lange Piste und wollen dann bis zum nächsten Tag mehr als 20 Runden auf der gefürchteten Nordschleife zurücklegen. Das ist selbst bei gutem Wetter eine echte Herausforderung. Es sind dabei immerhin knapp 4000 Höhenmeter zu bewältigen, bergab können Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreicht werden. Bei Regen, Wind und Nebel wird es besonders gefährlich. Die Strecke ist unbeleuchtet und die Fahrer sind auf ihre Stirnlampen angewiesen. „Aber es macht Spaß, mit etwa 10.000 Gleichgesinnten beim ‚Rad am Ring‘ an den Start zu gehen“, erklärten Dr. Prinz und seine Teamgefährten.

Arno Franke freut sich, dass er bei den Lions schnell Gehör fand und bedankte sich bei Friedhelm Deuter und Rainer Heubrock für die spontane Unterstützung.  „Wir halten das Projekt für besonders förderungswürdig“,  erklärten die Sponsoren übereinstimmend. Denn gerade in der heutigen Zeit, wo ‚die braunen Jacken zunehmen‘  sei es wichtig, das Geschichtsbewusstsein junger Leute zu schärfen und ihnen am Ort des Unheils zu zeigen, wohin die Wahl extremer Parteien führen kann. „Da die endgültige Spendenhöhe von der sportlichen Leitung des Lions-Teams abhängt, blicke ich deren Abschneiden gespannter entgegen als dem Ergebnis der Tour de France“, verriet Franke.

Quelle: Ruhr Nachrichten, Diethelm Textoris      

Das LBK bedankt sich für die Ermöglichung dieser Studienfahrt beim Lions-Club Lünen und insbesondere auch bei nachfolgenden Sponsoren:

- Bauverein zu Lünen eG
- Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerk, Hamm
- Rechtsanwalts- und Notariatskanzlei Tenberge, Epping,
  Dr. Prinz
- Microca Kohlenstäube GmbH
- Sparkasse an der Lippe; WBG Lünen eG

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