25.05.2016 08:09

Integration von jugendlichen Flüchtlingen am LBK

Kategorie: Öffentlich
Die Integration von Flüchtlingen kann nur durch gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Schule, Wirtschaft und Politik gelingen. Um ein Beispiel für ein schulisches Integrationskonzept in Verbindung mit einer funktionierenden und gelebten Kooperation vorzustellen, hatte das Lippe Berufskolleg Lünen am 20. Mai zu einer Pressekonferenz eingeladen.

Zunächst begrüßten Landrat Michael Makiolla und Schulleiter Arno Franke die Anwesenden und bedankten sich für das Engagement aller Beteiligten. Michael Makiolla sprach von einer großen gesellschaftlichen Aufgabe, die mit der Aufnahme der Flüchtlinge entstanden sei und von der gemeinsamen Kraftanstrengung, die mit der Integration aller Menschen verbunden sei, die länger bei uns bleiben. Aus diesem Grund hat der Kreis Unna eine zusätzliche Schulsozialarbeiterstelle am LBK geschaffen, deren augenblicklicher Schwerpunkt in der Betreuung der Flüchtlinge liegt.

Daran anschließend wurde die sprachliche und soziale Förderung der jugendlichen Flüchtlinge am LBK von Dr. Uwe Wiemann, dem schulfachlichen Koordinator der Internationalen Förderklasse, vorgestellt. Er informierte über das aktuelle Konzept zur Beschulung der jugendlichen Flüchtlinge am LBK und erläuterte, warum die Schule sich vom Vorgehen nach dem Go-In-Modell verabschieden musste. Gleichzeitig betonte er, dass nur mit ausreichenden Deutschkenntnissen der Übergang in den Beruf und damit auch die Integration erfolgreich sein könne. (Siehe Informationsblatt weiter unten)

Als flankierende Maßnahme haben das Jobcenter und die Arbeitsloseninitiative Lünen, vertreten durch Uwe Ringelsiep und Manfred Pöhland, über das Projekt „Soziale Teilhabe“ die Mitarbeit von drei Langzeitarbeitslosen als Hilfe bis Dezember 2018 zugesagt. Um den Übergang der Flüchtlinge von der Schule in den Beruf aktiv mitzutragen, stellten der Bauverein zu Lünen (vertreten durch Friedhelm Deuter und Andreas Zaremba), der Unternehmerverband Pro Lünen (durch den Vorsitzenden Hubert Tenberge) und der Stadthandwerksmeister (Reiner Horstmann) in diesem Schuljahr 25 Praktikumsplätze zur Verfügung. Auch Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG), sagte für die Zukunft seine Mithilfe bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsbetrieben zu.

                   

Reiner Horstmann                    Dr. Michael Dannebom
Stadthandwerksmeister           
Geschäftsführer
                                              Wirtschaftsförderung Kreis Unna

Zudem bedankte sich Arno Franke beim Bauverein zu Lünen und Pro Lünen, weil sie in den letzten Jahren regelmäßig Projekte im Rahmen von „Schule ohne Rassismus“ mit finanziellen Mitteln unterstützt haben.

Anschließend kamen auch einige Schüler aus der Internationalen Förderklasse zu Wort. So dankte Ahmed Homsi aus Syrien für die Freundlichkeit und außergewöhnliche Hilfsbereitschaft in Deutschland und die sehr persönliche Betreuung am LBK. Fatema Ahmad berichtete von ihren Zukunftsplänen. Sie möchte Ärztin werden und hat mit viel Fleiß und Motivation in kurzer Zeit schon sehr gut die deutsche Sprache erlernt. Der albanische Schüler Amarildo Laraku schilderte seine besondere Problematik: Er ist beständig von Abschiebung bedroht, sieht aber nun, nach einem erfolgreich im Betrieb von Stadthandwerksmeister Rainer Horstmann absolvierten Praktikum, die Chance auf einen Ausbildungsplatz.

Zum Abschluss betonte Landrat Michael Makiolla noch einmal die Einzigartigkeit dieser vielseitigen Kooperation in Lünen. Es sei etwas Besonderes, dass so viele Beteiligte in vorbildlicher Weise im Sinne des Gemeinwohls zusammenarbeiten.

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