06.12.2016 16:39

Gegen das Vergessen: Lions Club Lünen fördert Krakaufahrt der gymnasialen Oberstufe mit 6.600 €

Kategorie: Öffentlich
Schulleiter Arno Franke hatte am Mittwochmorgen die Leiterin des Projekts „Gegen das Vergessen“, Rita Vonnahme, Vertreter des Lions Club Lünen und der Sponsoren aus der Wirtschaft und der beteiligten Schüler zu einem Resümee der Veranstaltung eingeladen.

 

 

 

 

 

 

„Wir bedanken uns bei unseren Eltern, unseren Lehrern, den Sponsoren und allen, die dazu beigetragen haben, dass diese eindrucksvolle Fahrt für uns verwirklicht wurde.“ Marvin Müller, (20) sprach im Namen seiner 90 Mitschüler des Bildungsgangs „Allgemeine Hochschulreife“ des Lippe Berufskollegs, die im November an einer 5-tägigen Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz teilgenommen haben, um sich mit dem wohl dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinander zu setzen. 

Schulleiter Arno Franke hatte am Mittwochmorgen die Leiterin des Projekts „Gegen das Vergessen“, Rita Vonnahme, Vertreter des Lions Club Lünen und der Sponsoren aus der Wirtschaft und der beteiligten Schüler zu einem Resümee der Veranstaltung eingeladen. Übereinstimmend erklärten die jungen Leute, dass es ein großer Unterschied sei, ob man Verfolgung und Vernichtung der Juden als Unterrichtsstoff in der Schule behandelt oder direkt vor Ort „live“ Eindrücke sammelt und einen Einblick in die Geschehnisse bekommt. „Das können in dieser Eindringlichkeit weder Fernsehen noch Geschichtsbücher vermitteln“, erklärte Manuel Knak.

„Ich war erschrocken, als ich die immensen Ausmaße des Geländes in Auschwitz-Birkenau sah. Bis zum Horizont Zeugnisse der Todesfabrik. Das hatte ich mir so riesig nicht vorgestellt“, meinte Marvin Müller.

„Mich haben besonders die vielen Fotos der Ermordeten stark beeindruckt, dadurch haben diese Menschen ein Gesicht bekommen“, berichtete Dilara Rojowiec, noch immer sichtlich bewegt, „und bei den ausgestellten Kinderzeichnungen, auf denen Leid und Tod zum Ausdruck kamen, musste ich mit den Tränen kämpfen.“

Dirk Lange, Präsident des Lions Clubs Lünen, betonte, dass die Sponsoren sofort voll hinter dem Projekt standen. „Wir halten es gerade in der heutigen Zeit, in der die rechten Kräfte weltweit in erschreckender Weise erstarken, für besonders wichtig, dass wir etwas gegen das Vergessen tun.“

Erkämpft wurde das Spendengeld vom ihm und seinen Club-Kollegen Dr. Jörg Bärmig, Dr. Felix Prinz und Ulrich Walter mit moralischer Unterstützung vor Ort Versorgung von Stefan Jonic bei einem 24-stündigen Sponsoring-Radrennen auf der gefürchteten Nordschleife des Nürburg-Rings. Herausgekommen ist die stolze Förder-Summe von 6.600 €.

„Für diese gute Sache haben wir gerne ordentlich Gas gegeben, zusammen über zwanzig Runden gedreht und Spaß hat es uns obendrein gemacht.“

„Dieses Geld hat uns sehr geholfen, denn wir mussten diese Fahrt, die ja keine Spaßfahrt war, für die Schüler finanzierbar machen“, erklärte Arno Franke.

Was bleibt an nachhaltiger Wirkung? „Wir sind durch die Fahrt sensibler geworden. Jeder einzelne muss darauf achten, dass so etwas nie wieder geschieht“, stellte Manuel Knak fest. Dem stimmte sein Klassenkamerad Marvin Müller zu: „Wir sind alle Menschen, egal woher wir kommen und welche Hautfarbe wir haben. Wir sollten uns bemühen, friedlich und ohne Gewalt miteinander zu leben.“   

Quelle: Ruhr Nachrichten/Diethelm Textoris           

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