19.11.2019 19:09

Angehende Erzieher*innen erleben eindrucksvollen Thementag rund um den Kinofilm „Systemsprenger“

Kategorie: Öffentlich
Insgesamt 153 Studierende aus sieben Klassen unserer Fachschule für Sozialpädagogik besuchten heute, am 14.11.2019, eine exklusive Sondervorstellung des preisgekrönten Spielfilms „Systemsprenger“ im Cineworld Lünen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Hierbei handelt es sich um ein „hervorragend recherchiertes Porträt eines nicht-konformen Mädchens […], das im pädagogischen System keinen Platz findet und zwischen den Institutionen hin- und hergereicht wird“ (vgl. https://www.kino.de/film/systemsprenger-2019/ Stand: 14.11.2019].

Zur Vorbereitung des Kinoerlebnisses galt es zunächst in einer ausgedehnten Unterrichtsphase unsere Studierenden für die Vielfalt und Komplexität der möglichen Ursachen „auffälligen Verhaltens“ zu sensibilisieren. Diese sind eben nicht nur auf Seiten des Kindes, sondern eben auch auf vielfältige Weise auf Seiten der es begleitenden und umgebenden Systeme zu suchen: Familie, Jugendhilfe, Schule u.v.m.

Statt zu verurteilen geht es aus professioneller Perspektive im Wesentlichen darum, danach zu fragen, worauf das Verhalten des Kindes eine „Antwort“ darstellt,  welche aktuellen oder zurückliegenden Bedürfnisse nicht oder unzureichend befriedigt wurden, inwieweit die Systeme sowie die dort arbeitenden Personen, bei allem guten Willen und sinnvollen Arbeitsansätzen, auf vielfältige Weise oftmals an ihre Grenzen stoßen – oder sogar selbst ihre Anteile an der Entstehung und Verschärfung von Problemen haben.

„Mit diesen Fragen werden wir uns auseinandersetzen müssen, ohne damit zu rechnen, dass es einfache Antworten gibt. Aber schonmal die richtigen Fragen gestellt zu haben, ist oft viel wert“ (Menno Baumann, Professor für Intensivpädagogik, vgl. kommentierter Trailer zum Kinofilm, https://www.youtube.com/watch?v=ySpNDZSbOsw).

Ein herzliches Dankeschön geht an das Kinofest Lünen, das uns diese exklusive Sondervorstellung ermöglichte –  sowie an unseren Anerkennungsjahrpraktikanten Stefan Vogel dafür, durch seine Initiative und sein Engagement den gemeinsamen Kinogang überhaupt erst in die Wege geleitet zu haben.

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