Internationale Förderklasse (AVIF), Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung

Gliederung


1. Halbjahr:

  • Kennenlernen der Schule, der Paten / Lernbegleiter usw.
  • Einstufungs- / Diagnosetest und Einteilung in Gruppe 1 (Niveau A0) und Gruppe 2 (Niveau A0+/A1)
  • Eingewöhnungsphase mit allgemeinsprachlichem Deutschunterricht, langsame Vorbereitung auf den Fachunterricht
  • Gruppendynamische Übungen


Zeugnis: Fachnoten werden noch nicht ausgewiesen, differenzierte Aussagen über den Sprachstand finden sich im Zeugnisanhang

2. Halbjahr:

  • Fachsprachlicher Unterricht in allen Fächern
  • Ziel: berufliche Orientierung und ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss (Hauptschulabschluss nach Klasse 9)
  • Fächer (gem. Anlage A 2.2 APO-BK ):
    • Deutsch als Fremdsprache
    • Wirtschaftskunde
    • Mathematik
    • Englisch
    • Informationswirtschaft
    • Politik / Gesellschaftslehre / Landeskunde
    • Sport
    • Fachpraxis
    • Kunst

 

Berufsorientierung

Im berufsbezogenen Lernbereich setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit bestimmten Berufsfeldern auseinander und erwerben berufliche Grundkenntnisse.
Die Berufsorientierung nimmt einen besonderen Stellenwert im Unterricht ein. Berufsbilder werden vorgestellt, Kenntnisse und Fähigkeiten der Jugendlichen  herausgearbeitet und mit den Anforderungsprofilen möglicher Berufe verglichen. Zudem werden die Jugendlichen über das deutsche Bildungs- und das duale Ausbildungssystem informiert.

Im Rahmen der Berufsorientierung nimmt das zweiwöchige Betriebspraktikum einen festen Platz ein. Die Schülerinnen und Schüler werden fächerübergreifend intensiv auf das Praktikum vorbereitet. Obwohl das Berufsfeld primär kaufmännisch ausgerichtet ist, sind Praktika z.B. in handwerklichen Berufen durchaus erwünscht.

Um zu gewährleisten, dass die Deutschkenntnisse für die in der Praxis anfallenden Handlungsanweisungen und Gespräche ausreichend sind, wird das Praktikum erst im zweiten Schulhalbjahr durchgeführt.
Ab dem zweiten Halbjahr (im sinnvollen Einzelfall auch schon früher) wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu einer freiwilligen Hospitation in einer Regelklasse angeboten, um sie frühzeitig an den fachsprachlichen Unterricht auf einem höheren sprachlichen Niveau heranzuführen. Die Hospitationen finden außerhalb der im Stundenplan vorgesehenen Unterrichtszeiten der AVIF statt.

Auf dem Abschlusszeugnis werden alle Fachnoten ausgewiesen, differenzierte Aussagen über den Sprachstand finden sich im Zeugnisanhang.

 

Weiterführende Beschulung am LBK

Bei erfolgreichem Abschluss des Schuljahres besteht die Möglichkeit, weiterführende Bildungsgänge am LBK zu besuchen, i.d.R. die Berufsfachschule, die den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 zum Ziel hat. Deshalb wird am Ende des Schuljahres eine Empfehlung mit einer Prognose über den nächsten (realistisch erreichbaren) schulischen Abschluss ausgesprochen.

Bei Nachweis eines im Herkunftsland erworbenen höheren Schulabschlusses kann im sinnvollen Einzelfall eine Beschulung in einem entsprechenden Bildungsgang in Erwägung gezogen werden. Im Zweifelsfall wird eine 90-minütige schriftliche Leistungsüberprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik durchgeführt.

Bildungsgangleiterin

Dörte Sancken

Tel.: 02306 / 100-415
Fax: 02306 / 100-412
E-mail: sancken@lbk-luenen.de